Wie man mit Cyper-Erpressung umgehen sollte

Stellen Sie sich mal vor, dass Sie eine E-Mail von einem Betrüger erhalten, welcher behauptet, Ihren Computer mit einer Malware infiziert zu haben und Ihre Webcam ausspioniert. Er droht Ihnen, die Aufnahmen zu veröffentlichen, wenn Sie das geforderte Lösegeld nicht bezahlen.

Es wäre im Prinzip sehr leicht, solche E-Mails zu ignorieren. Jedoch nicht dann, wenn der Hacker angibt, dass er Ihr Passwort gestohlen hat. Um dies zu beweisen, sendet er Ihnen ein Passwort, welches Sie womöglich in der Vergangenheit benutzt haben, um der Abzocke Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Zahlen Sie dabei auf keinen Fall das Lösegeld!

Cyber-Erpressung

Erpressungen sind in der Welt der Cyberkriminalität alltäglich, da die steigende Popularität der Kryptowährungen Kriminelle eine Möglichkeit verschafft, unbemerkt Gelder von Opfern zu erhalten.

Cyber-Erpressung, welche nur auf eine glaubwürdig formulierte E-Mail basieren, werden immer häufiger, da Betrüger immer nach neuen Methoden suchen, am leichtesten Menschen um ihr Geld zu bringen.

Haben Sie bereits eine E-Mail von einem Unbekannten erhalten, in welcher behauptet wird, dass er Aufnahmen oder sensible Informationen von Ihnen veröffentlichen wird, wenn Sie nicht den Forderungen nachkommen? Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, was in einem solchen Fall zu tun ist:

Was ist Cyber-Erpressung?

Der Betrug ist ziemlich einfach. Wie der Name schon vermuten mag, handelt es sich bei Cyber-Erpressung um Betrüger, welche versuchen, über das Medium Internet Menschen zu erpressen und Geldzahlungen von ihnen zu erhalten. In den letzten Wochen und Monaten gewinnt diese Methode signifikant an Popularität – und dabei hat die Masche bei vielen Menschen funktioniert. Laut Bleeping Computer haben Betrüger im Juli 2018 in einer einzigen Woche 50.000$ verdient.

Cyber-Erpessungs-E-Mail, welche behauptet, dass der Betrüger Keylogger verwendet, um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen.

Das ist ein totaler Betrug. Der Absender der E-Mail hat keinerlei Zugriff auf ihrem Computer und versucht mit billigen, angsterregenden Klauseln Sie zu beeinflussen und an Ihr Geld zu kommen. Der Hacker hat in vielen der Fälle keine Schadsoftware auf ihrem Computer installiert, hat keinen Zugriff auf Ihre Kontakte und hat ebenfalls keine Videoaufnahmen von Ihnen. Es ist zwar alarmierend, dass der Hacker Ihr Passwort kennt, höchstwahrscheinlich stammt die Information allerdings nicht von einem Keylogger: Stattdessen stammt sie aus einer Benutzerdatenbank, welche bei den vielen Attacken auf Unternehmen veröffentlicht wurden. Sie verwenden also höchstwahrscheinlich öffentlich zugängliche Informationen, um ihren Aussagen mehr Gewicht zu verleihen.

Was zu tun ist, wenn Sie eine Erpressermail erhalten

1. Ruhe bewahren und auf keinen Fall das Lösegeld zahlen!

Verständlicherweise sind Sie sicherlich besorgt, wenn Sie in Ihrem Postfach eine solche E-Mail sehen. Verfallen Sie nicht in Panik und denken Sie daran, dass der Hacker nichts gegen Ihnen in der Hand hat. Bewahren Sie Ruhe und zahlen Sie auf gar keinen Fall das geforderte Lösegeld!

2. Kennwörter ändern

Wenn die E-Mail ein Kennwort enthält, welches Sie zurzeit verwenden, ändern Sie es sofort auf allen Websites, auf welchen Sie es derzeit verwenden. Vermeiden Sie die Verwendung von gleichen Kennwörtern auf unterschiedlichen Websites und aktivieren Sie, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um den Schaden zu minimieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem vorherigen Blogbeitrag.

3. Überprüfen Sie, ob Ihre Informationen öffentlich sind

Wie bereits erwähnt, haben die Betrüger ihre Anmeldedaten höchstwahrscheinlich von öffentlichen Datenbanken herausgefunden. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre E-Mail-Adresse von einer Datenschutzverletzung betroffen ist, können Sie die Website https://haveibeenpwned.com/ benutzen. Diese Website listet jegliche registrierten Datenschutzverletzungen in Verbindung mit Ihrer E-Mail-Adresse auf. Befolgen Sie alle obigen Schritte, wenn Ihre E-Mail-Adresse betroffen ist.

Umgang mit Cyber-Erpressung

Webcam-Erpressung-Betrüge verwenden einfachste Einschüchterungsmaßnahmen, um das Opfer um Geld zu betrügen. Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten, sollten Sie die Lösegeldforderungen ignorieren, Ihr Passwort ändern und überprüfen, ob Ihre E-Mail in einem Datenklau verwickelt ist. Um Ihre Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, sollten Sie in eine Sicherheitslösung, zum Beispiel Emsisoft Anti-Malware, investieren.

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